Es geht um HIV und AIDS bei Kindern

HIV-Infektionen und AIDS bei Kindern wurden in Deutschland seit 1985 bekannt. Heute leben etwa 600 Babys, Kinder und Jugendliche mit einer HIV-Infektion oder AIDS-Erkrankung in Deutschland.
Kinder von HIV-positiven Müttern werden kurz vor oder während der Geburt infiziert und können bereits im Säuglingsalter an AIDS sterben.
Seit 1987 konnten wir Kinder in Deutschland mit virushemmenden Medikamenten behandeln, gegen die jedoch das HIV-Virus schnell resistent wurde, und demzufolge die Medikamentenwirkung nachließ.
Erst 1996 gelang der Durchbruch in der HIV-Therapie bei Kindern: Durch den gleichzeitigen Einsatz mehrerer virushemmender Substanzen können Kinder mit AIDS nun deutlich länger überleben, Gleichzeitig gelang auch die Vorbeugung gegen die HIV-Infektion durch die vorgeburtliche Behandlung der HIV-infizierten Mütter.
Dennoch werden in Deutschland auch heute Kinder mit HIV-Infektion geboren. Da ein HIV-infiziertes Kind bereits im Säuglingsalter erkrankt und behandelt werden muss, bleiben die Langzeitfolgen nicht aus:
Der Körper verändert sich, im Gesicht und an Armen und Beinen schwindet das Fettgewebe, während es am Bauch zunimmt. Durch die langjährige Medikamenteneinnahme wird die Knochensubstanz abgebaut, Kinder haben Schmerzen der Muskeln, Haut und an Stellen des Körpers, an denen Knochenabbau stattfindet. Ihre körperliche Leistungsfähigkeit ist eingeschränkt.
Durch die Beteiligung des Gehirns sind Kinder mit AIDS häufig in ihrer psychomentalen Entwicklung verzögert: Integrationskindergärten und – schulen sind zum adäquaten Lernen notwendig.
Neben der psychischen Belastung der Unheilbarkeit der Krankheit der ganzen Familie kämpfen Kinder täglich gegen Vorurteile im sozialen Umfeld. Aus Angst vor Ablehnung ziehen sie sich zurück, dabei sehnen sie sich wie alle Kinder nach Zuneigung und Anerkennung.
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